Herbstwetter - Immunsystem

Da ist er wieder – der Herbst. Nicht nur für uns Menschen eine Umstellung, im Hormonsystem, im Stoffwechsel, in den Bewegungsabläufen und auch in der Nahrung.

Unsere Pferde und Hunde erleben denselben Wechsel. Sogar sichtbar – der Fellwechsel steht an oder ist schon längst im Gange. Aber das ist ein anderes Thema.

Heute geht es um das:

Immunsystem von Pferd, Hund und Katze

Tausendfach diskutiert, ist es doch der Schlüssel zur Pferde- und Hundegesundheit. Und wie heißt es so schön: „Die Gesundheit kommt aus dem Darm“. Nun ist auch die beste Zeit für eine Darmsanierung! Eigentlich mag ich den Begriff nicht so sehr, denn er unterstellt, dass etwas defekt sein muß, um „saniert“ zu werden. Das ist bei natürlich gehaltenen und gefütterten Tieren aber nicht immer der Fall. Warum sich also um den Darm kümmern?

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oder auch – was passiert mit unseren Pferden auf der gedüngten Weide?

Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der unsere Bauern ihre Felder und Wiesen düngen. Auch hinter meinem Garten beginnt eine große Wiese, die regelmässig von unserem Bauern mit Gülle und Pferdemist versorgt wird. Es breitet sich „Landluft“ aus, eine Erinnerung an meine Kindheit wird wach und auch Gedanken zum Heu, das aus dieser Wiese mindestens zwei mal jährlich geerntet wird. Meist ist es ja nur Silage oder Heulage, gruselig. Aber das ist ein anderes Thema.

Meine Gedanken schweifen zu den Pferden, die dieses Heu fressen werden.

Dünger auf Wiesen und Äckern

Prinzipiell ist ja nichts gegen Düngung von Wiesen und Ackern einzuwenden – wenn sie das biologische Gleichgewicht des Bodens nicht aus dem Takt bringt. Leider ist dies jedoch, und das wird bereits viel diskutiert, in den letzten Jahren überwiegend der Fall. Kaum ein Bauer, obwohl heutzutage hervorragend auf Landschirtschaftsschulen ausgebildet, macht sich die Mühe, regelmässig die biochemische Beschaffenheit seiner Wiesen und Äcker zu prüfen und entsprechend zu reagieren. So kommt es durch Überdüngung zu erheblichen Problemen in den wasserabführenden Gewässern, worauf in den Niederlanden längst reagiert wurde, und das übermässige Ausbringen von Gülle und Mist reglementiert wurde.

Nun muss der Mist ja aber irgendwo hin und daher sehen wir am Niederrhein oft Güllelaster in Richtung Deutschland fahren, wo man offenbar die Gefahr der Überdüngung noch nicht begriffen hat. So wird hier fleißig weiter überdüngt und neben der Nitratbelastung entstehen viele andere Probleme mit Phosphor und Stickstoffen.

Nitrate in der Pferdefütterung

Betrachten wir mal die Nitratbelastung und Auswirkung auf unsere Pferde.

Von Cicle_del_nitrogen_ca.svg: Johann Dréo (User:Nojhan), traduction de Joanjoc d’après Image:Cycle azote fr.svg.derivative work: Burkhard (talk) – Cicle_del_nitrogen_ca.svg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=767020

Nitrate sind in der Biosphäre und Hydrosphäre hauptsächlich in Form von Natriumnitrat allgegenwärtig.

Nitrate werden von Pflanzen als Nährstoffe verwertet und können direkt von pflanzlichen Organismen als Stickstoffquelle aufgenommen und verwertet werden. Daher bieten sich Gülle (allg. Wirtschaftsdünger) als auch synthetischer Nitratdünger als kostengünstige Förderung des Pflanzenwachstumgs geradezu an. Diese Wirtschaftsdünger enthalten Stickstoff zum Teil als Nitrat (Calciumnitrat in Blaukorn) und zum Teil als Ammonium­verbindungen (Ammoniumnitrat, Ammoniumphosphat), oft aber auch in Form von organischen Stickstoffverbindungen (Proteine, Amine, Harnstoff). Durch Nitrifikation entsteht im Boden unter Mitwirkung von Bakterien aus Ammoniumionen (NH4+) über die Zwischenstufe Nitrit das Nitrat. Der organisch gebundene Stickstoff kann im Boden mineralisiert werden (Freisetzung von Ammoniumverbindungen und letztlich auch Nitrat) oder in den Bodenhumusvorrat eingehen, aus dem er erst allmählich wieder mineralisiert wird (i. d. R. 1 bis 3 % Mineralisierungsrate pro Jahr). (Danke Wikipedia 😉

Wird also planlos überdüngt, entsteht in den Pflanzen, die als Futter in den Pferdeboxen landen, u.a. ein hoher Nitratgehalt.

Nitrat vergiftet unsere Pferde empfindlich und unbemerkt!

Nitrat ist heimtückisch. Es kann gleich dreifach schädigen:

  1. Magen-Darm-Entzündungen, oft unregelmässig aber immer wiederkehrend
  2. Durchblutungsstörungen und Blutdruckschwankungen
  3. Gestörte Sauerstoffbindung durch chemische Veränderung der Roten Blutkörperchen (Hämoglobinveränderung)

Wird kein Sauerstoff oder nicht ausreichend mehr Sauerstoff in Organe und Muskeln transportiert, entstehen eben genau diese nicht erklärbaren Verdauungsstörungen und Leistungsminderungen, die dann oft wieder in Zusatzfutter und Kraftfutter enden, die wiederum neue Nitrate in den Kreislauf bringen. Spätestens jetzt reagiert mancher Pferdebesitzer in seiner Hilflosigkeit auch mit verstärktem, konsequenterem Training und zusätzlichen Energiegaben. Der Teufelskreis von Koliken, Magengeschwüren, Kotwasser, Widersetzlichkeiten und einer nicht mehr angemessenen Hilfengebung hat begonnen…..

Besteht auf der Pferdeweide gar die Möglichkeit, aus angrenzenden Wasserläufen zu trinken, besteht bei Nitratbelastung sogar die Gefahr der inneren Erstickung! Man nennt das Anomie. Bereits ab einer Belastung von 50mg/Liter Wasser entsteht eine lebensbedrohliche Vergiftung.

Warum verlieren wir so viele Fohlen?

Wer Pferde züchtet, weiß, dass die Samenqualität der Hengste durch Futter oder anderen Zusatzfuttermitteln nicht verbessert werden kann. Die Zahl der Fohlenaborte in Deutschland ist zu dem massiv gestiegen. Nitratvergiftung ist eine der meisten, aber selten gefundenen Ursachen für Fohlenaborte! Aber wer lässt schon ein totes Fohlen obduzieren? Da nach Information des Umweltbundesamtes nur ca. 60 % des Grundwassers in Deutschland 0- 25 mg Nitrat/l enthält und ca. 40 %mit mehr als 25 mg Nitrat/l belastet ist, kann selbst Grundwasser aus Hausbrunnen zum Tränken der Pferde nur nach sorgfältiger Untersuchung genommen werden.

Niedersachsen wird wohl bald mit Mineralwasser tränken müssen.

Was können wir dagegen tun?

Der geneigte Pferdebesitzer als Einsteller im fest organisierten Stall-Leben hat wenig Möglichkeiten, sich dem Thema Nitratvergiftung entgegenzustellen. Das Futterthema in deutschen Stellen ist fast so kontrovers disktuiert wie das Dieselthema in Deutschland.

Dennoch bleibt mein Rat an alle Pferdebesitzer:

  • Kontrolliert Euer Heu! Es lohnt sich, pro Rundballen eine kleine Laborprobe zu entnehmen und – übrigens nicht nur – den Nitratwert bestimmen zu lassen
  • Achtet auf die Quelle des Wassers! Siehe oben – nicht jedes Grundwasser ist überhaupt noch nutzbar.
  • Sprecht mit den Bauern, die Eure Wiesen düngen! Ein Versuch ist es wert.
  • Seid sparsam mit Kraftfutter und dazu gehören auch unzählige Müslis die mit Gesundheit nichts zu tun haben.
  • Füttert nur natürliches Mineralfutter zu! Alle synthetischen Mineralfuttersorten belasten Leber und Niere zusätzlich. Gute Mineralien gibt es von cdVet und Pernaturam.
  • Entlastet 2 mal wöchentlich die Entgiftungsorgane Leber und Niere. Das ist recht einfach – guter Löwenzahnsaft z.B. hilft dabei. Eine kleine, aber feine Ölmühle im Hunsrück stellt einen hervorragenden Löwenzahnsaft her, übrigens nitratunbelastet 😉

In diesem Sinne freut sich mit Euch auf den Frühling und auf jeden Löwenzahnblume:

Eure

Claudia Damrich

RelaxoPet Banner

Oops, da war Relaxopet in der Höhle des Löwen! Und wie durch ein Wunder (lief da im Hintergrund Relaxopet Human? Ein schelmischer Gedanke), kam der Zuschlag.

Wer jetzt denkt, dass Relaxopet noch völlig unbekannt gewesen sei, der irrt. Schon seit langem sind die Wirkungen von Schwingungen auf warmgleiche Lebewesen kein Geheimnis. Schon die alten Griechen wußten: Die Klänge der Sirenen lockt Männer an!

Aber was hat es mit den wundersamen Musikklängen für Pferde, Hunde und Katzen wirklich auf sich?

Wie alles im Leben und auf der Erde funktioniert diese Beeinflußung durch Frequenzen. Diesmal sind es Schallwellen, die Frequenzen erzeugen, und die – über die Ohrrezeptoren aufgenommen – direkt oder indirekt auf den Organismus wirken. Über die beruhigende Wirkung von Musik brauchen wir wohl nicht aufklären, aber gibt es noch etwas darüber hinaus?

Psychoaktive Frequenzen

Psychoaktive Frequenzen sind Frequenzen, die natürlich vorkommenden Gehirnwellen entsprechen und die direkt auf das Gehirn einwirken, wenn man sie eingebettet in akustische Töne hört.

Das Hören eines bestimmten Tons, einer bestimmten Frequenz kann aktivieren, entspannen, das Wahrnehmen innerer Bilder unterstützen, Ängste lösen, Schmerzen lindern u.v.m.

Da psychoaktive Frequenzen oft sehr niedrigfrequent sind (1-20 Hz) und daher nicht direkt als Ton wiedergegeben werden können (sie wären zu tief und deshalb nicht hörbar), „webt“ man sie in andere Klänge wie bspw. weißes Rauschen, sphärische Synthesizer-Klänge, oder Musik ein oder stellt sie in Form von Impulsen oder Klicks dar.

So auch bei Tieren. Ebenso wie Menschen reagieren sie – auch unterschiedlich wie bei Menschen – auf die eingewebten Frequenzen.

Und warum wirkt das RelaxoPet nicht bei Menschen?

Hirnbeeinflussung beim Hund

Nun, im RelaxoPet sind Frequenzen eingearbeitet, die auf die speziellen Gehirnwellen von Pferd, Hund und Katze abgestimmt sind. Gehirnbereiche dieser Tiere sind zwar grundsätzlich ähnlich, aber trotzdem anders verteilt, als bei Menschen. Stammhirnbereiche sind im Verhältnis größer, der präfortale Kortex z.B. dagegen kaum entwickelt. Was sich im einen an einer verringerten Denkleistung darstellt, ist im Umgang mit Tonfrequenzen von Vorteil! Es bedarf nur weniger, speziell auf Tiere abgestimmter Frequenzen, um den gewünschten Anti-Angst-Effekt, Beruhigung und gleichzeitig Konzentration auszulösen.

Hier macht sich RelaxoPet zu Nutzen, dass es Frequenzen gibt, die Menschen gar nicht wahrnehmen können!

RelaxoPet zu Sylvester

In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder festgestellt, dass der Anspruch gestellt wird, dass RelaxoPet, 5min vor 12 angeschaltet, den völlig verängstigten Hund mal eben so beruhigt und er einschläft.

Das funktioniert so nicht! Wie alle anderen Frequenzen sind auch die von RelaxoPet konstitutionelle Frequenzen. Das bedeutet, dass sie genau wie homöopathischen Anwendungen bereits mehrere Tage vorher konditioniert werden sollten. Also vorher, währenddessen und nachher bitte aktivieren, dann hat der Hund, das Pferd, die Katze auch ein entspanntes Sylvester vor sich. Aber Achtung!

Viel hilft nicht immer viel

Wir empfehlen die tägliche Verwendung von RelaxoPet, aber nicht dauerhaft! Niemals sollte die Anwendung über 2 Stunden hinausgehen, denn dann können psychoaktive Frequenzen auch ins Gegenteil verkehren!

Wie alles im Leben immer gleichmässig, massvoll und mit Achtsamkeit angewendet, wir der RelaxoPet Ihr Angsthelfer für Ihr Tier!

In diesem Sinne eine entspannte Zeit wünscht

Ihre
Claudia Damrich

Jetzt geht’s los – die Zeckenzeit startet so explosionsartig wie der Frühling!

Und auch wenn es dutzende Artikel über Zecken gibt, erlaube ich mir doch noch einmal ein wenig über Zecken zu schreiben.

Zecken am Hund (c) LoschZecken

Zecken gehören zu den Spinnentieren (Arachnida), weil sie im ausgewachsenen Stadium acht Beine haben. Sie unterscheiden sich von den Insekten dadurch, dass sie einen ungegliederten Körpersack besitzen. Da sie zum Überleben einen Wirt benötigen, von dessen Blut sie sich ernähren und entwickeln, gehören sie zu den Parasiten.

Es sind weltweit ca. 850 Zeckenarten bekannt. Man teilt die Zecken in zwei große Familien, nämlich die der Schild- und die der Lederzecke. Normalerweise sind die Zecken orts- oder wirtsgebunden. Das heißt, sie saugen aussschließlich an einer Tierart und leben in derern Behausung (z.B. Ige- und Taubenzecke). Nicht so die europüische Waldzecke, die im Volksmund der gemeine Holzbock genannt wird. Sie saugt an allem, was ihr unters Beißwerkzeug kommt.

In unseren Breitengraden (Europa) und besonders für Hundebeistzer spielt der gemeine Holzbock (Schildzecke – Ixodes ricinus) eine beondere Rolle. Diese Zeckenart ist die in Deutschland am weitesten verbreitete.

Der Lebensraum der Zecke

Da Zecken schnell austrocknen, meiden sie direkte Sonneneinstrahlung. Sie halten sich deshalb überwiegend im Unterholz, in Gräsern und Farnen und Gebüschen auf.

Aber auch in Grünanlagen (Stadtparks) und auf Spielplätzen mit Randbepflanzung fühlen sie sich wohl

Ebenso tummelsn sie sich in allen Gärten und besonders gerne dort, wenn eine Gartenteich mit dicht wachsender Randbepflanzung vorhanden ist. Weil diese, doch meist sehr feucht, die Zecke vor dem Austrocknen bewahrt. Bei warmen Temperaturen hält sie sich iin Büdennähe auf, wo es dunkel und feucht ist, also auch in Laub und Moosen.

Zecken lassen sich nicht, wie von den meisten Menschen angenommen, von Bäumen fallen. Es würde viel zu lange dauern und zu viel Kraft kosten, dort hinauf zu gelangen. Zecken halten sich in einer Höhe von 20cm – max 100cm auf und warten dort geduldig auf den nächsten Wirt. Unter „Wirt“ bzew. „Wirtstieren“, zählen alle Säugetiere, die im Wald leben, unsere Haustiere und natürlich auch der Mensch, da er die Zecke hervorragend mit Blut versorgen kann.

Läuft unser Hund nun an den Rändern der Waldwege entlang oder über eine Wiese, nimmt die Zecke über das Hallersche Organ di eAnwesenheit eines Wirtes wahr. Über dieses Organ kann die Zecke verschiedene Reize wahrnehmen:

  • einen sogenannten mechanischen Reiz (Erschütterung des Erdbodens)
  • einen thermischen Reiz (unsere Vierbeiner sind Warmblüter, die Zecke kann einen Temperaturunterschied wahrnehmen)
  • einen chemischen Reiz (die Atemluft enthält CO2 und kann von der Zecke wahrgenommen werden)

Wird sie nun abgestreift, oder läß sich einfach auf den unter ihr befindlichen Wirt fallen, kann jetzt die Suche nach einer geeigneten Einstichstelle beginnen. Dies kann mitunter Stunden dauern.


Zecken sind doch gefährlich!

Das klingt nicht gut, vor allem vor dem Hintergrund, dass Zecken verrufen sind, Infektionen auszulösen wie z.B. Borreliose. Aber: Nicht jede Zecke ist mit Krankheitserregern verseucht. Und die meisten Hunde haben Infektionen mit solchen Erregern unbeschadet überstanden.

Hier hat offensichtlich ein funktionierende Immunsystem mit seinen Antikörpern gearbeitet und gesiegt.

Es empfiehlt sich dennoch, möglichst jeden Zeckenbiss zu vermeiden. Das geligt, da die kleinen der Gattung der Spinnen angehören, am leichtesten mit sogenannten Repellents, die die Zecken von Anfang an davon abhalten, sich in die Haut einzugraben. Spinnen hassen ätherische Öle. Mittlerweile gibt es etliche natürliche Produkte, die sehr effektiv Zecken abwehren können, so sie denn regelmässig und sorgfältig aufgebracht werden.

Dazu gibt es auch die Möglichkeit, Produkte beizufüttern, die im Verdauungsprozess Ausdünstungen durch die Haut bzw. das Fell erzeugen, die ebenso abschreckend wirken.

Sie sollten jedoch Abstand davon nehmen, Zecken, die sich bereits fest eingegraben haben, noch mit diesen Repellents zu besprühen – sie lässt trotzdem nicht mehr los, auch wenn sie verschrumpfelt und evtl. stirbt. Hier hilft immer noch am besten das sorgfältige Herausdrehen.

Natürlich finden Sie in unserem Shop alles, was Sie für die Abschreckung der Zecken benötigen 😉

Einige Jahre ist es her, da hörte ich von einer Trainerin in den USA. Ok, ich dachte halt, es sei eine Pferdetrainerin in den USA. Nicht mehr und nicht weniger. Eine liebe Kollegin berichtete mir jedoch, dass sie seltsame Dinge mit Pferden auf wackeligen Unterlagen betreibe. Ok, ich dachte mir halt, wieder ein nette Geschichte von denen, die ich damals aus vielen Ecken erzählt bekam.

Aber gut, es war schon eine sehr kompetente Kollegin, wodurch ich dazu verleitet wurub de, mir diese Pferdetrainerin einmal näher anzusehen.

Zunächst dachte ich, wie heute noch viele denken, dass Wendy Murdoch, so heißt die Trainerin, Pads unter die Hufe von Pferden legte, um diese durch den instabilen Stand sensomotorisch zu trainieren. Für mich daher nichts neues, führte ich solche proprozeptiven Trainings schon seit meiner Ausbildung zur Pferdephysiotherapeutin durch, anfangs noch mit alten Matratzen, auf denen sie hin- und herwackelten.

Das Weiterlesen lohnte sich jedoch. Schnell wurde mir klar, dass sich Wendy Murdoch noch etwas ganz anderes dabei gedacht hatte, denn die Pads waren quasi nur ein Interims zustand und Mittel zum Zweck, um das zu erreichen, was sie wirklich wollte:

Feldenkrais Training für Pferde.

Sie startete jedoch mit den Reitern! Ihr Slogan:

Wenn ich ein Pferd therapiere, helfe ich nur diesem einen Pferd. Wenn ich den Reiter therapiere, helfe ich allen Pferden, die er reitet!

Aber was hatte es mit den Pads auf sich?

Dafür muss man Moshe Feldenkrais verstehen, den genialen Physiker

Moshe Feldenkrais

© International Feldenkrais® Federation ArchiveMethode.

und Nahkampf-Trainer, und seine Feldenkrais-Methode.

Im Laufe seines bewegten (!) Lebens kam er zu der Erkenntnis, das wir uns genauso bewegen, wie wir denken, dass wir uns bewegen. Wollen wir unsere Bewegungen verändern, aus welchem Grund auch immer, gilt es, dieses Selbstbildnis zu verändern. Das wiederum wird durch eine Art Umprogrammierung erreicht, die mittels verbaler oder nonverbaler Übungen dieses Bewegungsbild erneuern.

Auch Pferde haben ein Bewegungsbild

Was nun, wenn auch Pferde ein geformtes Bewegungsbild haben, durch Verletzungen, Haltungsbedingungen, Reitfehler, Alter, Krankheit etc. pp. ?

Sie haben, so Wendy Murdoch, sogar eine ausgeprägte Selbstvorstellung ihrer Bewegungen, und genau das macht sie den Pferden bewusst, wenn sie sie auf verschieden nachgiebige Untergründe stellt. Sie geht sogar so weit, Pferde und Reiter sich intuitiv das für sie wirkungsvollste Pad aussuchen zu lassen. Beobachtung und Selbstwahrnehmung sind dabei die Schlüssel zum Erfolg.

Um dafür möglichst viele unterschiedliche Untergründe anbieten zu können, entwarft sie in mehrjähriger Entwicklungsarbeit die SureFoot Pads, die die bis dato verwendeten Thera-Band Stabilitätstrainer ablösten und erst damit wirkliche Feldenkrais Arbeit mit den Pferden ermöglichten.

SureFoot Pads

Sichere Füße, das geben die Pads den Pferden zurück. Mittlerweile gibt etliche Videos, in den Wendy eindrücklich demonstriert, wie sehr Pferde auf den SureFoot Pads arbeiten, schwanken, sich neu positionieren, ihre neue Position finden und dadurch letztendlich aus der Verspannung herausfinden in die Losgelassenheit, die Erlösung durch die schmerzlösende Haltung, die sie auch nachfolgend unter dem Reiter behalten.

Es ist für mich, die ich dieses Vorgehen mittlerweile mehrfach habe beobachten dürfen, immer noch unvorstellbar schön, wie schnell Pferde auf den SureFoot Pads ihre Urbewegung wiederfinden, die Augen schließen, ihre Haltemuskulatur neu definieren und entspannen.

Die Murdoch Methode

Das ist die Schlussfolgerung, die ich hinterlassen möchte – SureFoot Pads sind nicht nur Stabi-Pads. Sie sind das Tor zur Selbstfindung, zur Feldenkrais Methode, zur stillen Umkehr zum Ursprung, zum Wohlbefinden und letztendlich zur Gesundheit. Sie sind Herz und Grundlage der Murdoch Methode, die die Namensgeberin begründete, um Trainern und Therapeuten in der ganzen Welt diese wunderbare Möglichkeit zu offenbaren, Bewegungsmuster bei Pferd und Reiter zu ändern.

Es lohnt sich, es selbst auszuprobieren. Eine Empfehlung von

Claudia Damrich, zertifizierte Pferdephysiotherapeutin 🙂

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Equine Odontroclasic Tooth - Resorption and Hypercementosis

EOTRH – von Menschen gemacht?

Equine Odontoclasic Toogh – Resorption and Hypercementosis. Schon mal gehört? Ich nicht. Bis vor 2 bis 3 Jahren. Da kannte ich nur die neuen ECS, oder auch PPID, und KPU. Sogenannte „Wohlstandskrankheiten“ der Pferde. Es blieb ja nicht dabei. Nun – EOTRH.  Odontoklasten, die eigentlich dazu da sind, Milchzähne zum Ausfallen zu bringen, werden plötzlich beim erwachsenen Pferd aktiv, was letztendlich zum Verlust der Schneidezähne führt. Der Weg dorthin ist schmerzhaft, da sich Futter zwischen den Zähnen festsetzen und dort vergammeln kann. Letztendlich müssen die Zähne, wenn die Diagnoste steht, entfernt werden.

Und warum bitte schön? Wieso gibt es jetzt diese Krankheit und in meiner Kindheit nicht? Schon wieder diese Frage, die ich mir auch bei ECS und KPU gestellt habe.

Die Lösung könnte, wie auch bei den anderen Krankheiten, in der Überversorgung durch bestimmte, synthetische, Mineralien, Vitamine oder Spurenelemente liegen. Hier liegt die Vermutung einer Überversorgung mit SELEN.

Oops, da war doch dieser Hype mit dem Selenmangel?

Was habe ich in den letzten Jahren geredet, überzeugt, beruhigt und aufgeklärt über den plötzlichen, überall aufgetretenen Selenmangel bei Pferden. Da wurden die Soll-Werte von Laboren neu deklariert, da diagnostizierten Tierärzte brav im Folgegehorsam massenweise Selen-Mangel. Tja, und wie behandelt man denn Selen-Mangel? Klar – mit Selen. Natürlichem Selen? Och nöööö, da gibt ja diese Pillen und dieses Pulver und siehe da – die Blutwerte stimmen.

Prima, denke ich mir heute. Selenmangel obwohl in fast allen Mineralfuttern, die käuflich zu erwerben sind, Selen enthalten ist. Selenmangel, obwohl nur wenige Milligramm pro Tag den Bedarf eines ausgewachsenen Pferdes decken. Selenmangel, weil bei Hochleistungskühen entsprechende Symptome festgestellt wurden und die Normwerte angepaßt wurden.

Es folgten Selenvergiftung, weil eben jene wenigen Milligamm Selen ÜBER dem Tagesbedarf auch schon Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Und – wieso eigentlich insbesondere in Deutschland und Österreich? – EOTRH.

Ein Schelm, der denkt, dass die Futterindustrie und Tierärzte wieder einmal Hand in Hand arbeiten. Tierärzte? „Aus noch ungeklärter Ursache kommt es zu einer verstärkten Aktivität der Odontoklasten, welche die Zahnsubstanz abbauen….“.

Futterindustrie? Selenprodukt A bis Z.

Und was war, als ich noch so klein war, dass ich mich an der Mähne raufziehen musste (zugegeben, das ist wirklich schon sehr lange her)?Und wie konnten eigentlich Trakehner überleben im totalen Selenmangelgebiet? Und jetzt die Koniks, die heute dort leben? Und wieso werden alle Pferde über einen Kamm geschert, egal, wieviel Selen sie verwerten oder nicht?

Ganz ehrlich – ich berate lieber weiter, überzeuge, beruhige und kläre diejenigen auf, die mit ihrem „Selenmangel“ zu uns kommen und fragen, was man dann macht. Es gibt nämlich bei echtem Bedarf auch natürliche Lieferanten von Selen, wie Sesam oder Paradiesnuss, oder auch Kokosraspeln, die übrigens Würmern gar nicht schmecken 😉

Noch ein Tipp für gesunde Zähne: Denken Sie an das Angebot von Vitamin C, wenn Ihre Pferde sich das nicht selber besorgen können! Wer nicht auf natürlichen Pferdeweiden grasen darf, der muss von seinem Menschen versorgt werden. Z.B. mit Hagebutten, geschrotet oder auch ganz. Wenn man noch drauf kauen kann……

Mit Liebe zum Pferd

Claudia Damrich

 

Wollschaf

Es begab sich zu der Zeit, als die kleine feine Strumpffabrik, die seit vielen Jahren erfolgreich Kompressionsstrümpfe für Pferde strickte, darüber nachdachte, dass viele Pferde nicht nur angelaufene Beine, sondern auch arthritische Gelenke haben.

Altes Wissen um die wohltuende Wärme von Wolle bei Arthrose, die Wirkung von Wolle auf Entzündungen, sowie die feuchtigkeitsabsorbierenden Eigenschaften von Wolle, wurde in vielen Tagen und Nächten mit der Frage kombiniert, wie man es schafft, dass Kompressionsstrümpfe aus Wolle ebenso stark dehnbar sein müssen wie die ohne.

Wollstrümpfe für DEBOEs ist geschafft. Bald treffen die ersten WOLL-DEBOs ein, die sowohl komprimieren als auch wärmen, Feuchtigkeit abhalten und alle anderen Eigenschaften von Wolle mitbringen.

Kenner und Liebhaber der DEBO Kompressionsstümpfe wissen um ihre Fähigkeit, in kürzester Zeit Ödeme abtransportieren zu lassen, den Lymphfluss wieder zu aktivieren, und lymphende Behandlungen von Therapeuten zu konservieren. WOLL-Debos haben diese Eigenschaften übernommen und verbunden mit den wunderbaren Eigenschaften der Wolle.

Aber auch hier wird wieder die Frage aufkommen: Welche Größe braucht mein Pferd?

Hierzu bleibt nach wie vor unsere Empfehlung: S wie Pony, M wie Pferd, L wie Pferd mit wirklich stark angeschwollenen Beinen und XL wie Kaltblut.

… oder so ähnlich 😉

Und auch hier gilt der Grundsatz: Steht der Reiter nach dem Anziehen nicht im Schweiß, war die Größe wohl n Sch….. (pssst). Also: Auch WOLL-DEBOS wollen schwer anziehbar sein, immerhin möchten sie wirklich eng sitzen. Gottseidank gibt es ja Anziehhilfen. Jedem Paar liegt wie immer eine Anziehhilfe bei.

Warum Paar? Weil Pferde asymmetrische Wasserscheiden haben und immer beide Beine „angezogen“ werden sollten, damit nicht das Wasser aus dem einen in das andere Bein transportiert wird.

Wir freuen uns schon auf die WOLL-DEBOs. Ähem, nicht ganz uneigennützig. Es ist ja, unglaublich wirklich, morgens sooooo kalt. Und Größe S passt auch auf Mädchenarme ;-)))

Eure

Claudia Damrich