Es ist der Horror jedes Pferdebesitzers – das geliebte Pferd steht teilnahmslos in der Box, hat Fieber, Kreislauf- und Atemprobleme. Der herbeigerufene Tierarzt hat, wenn man Glück hat, den richtigen Riecher und isoliert sofort. Später treten Lähmungserscheinung auf und das Pferd muss eingeschläfert werden. Pferdeherpes! Wird nicht direkt auf Virusinfektion getestet, kann ein ganzer Stall befallen werden durch Tröpfcheninfektion und mehrere Pferde können sterben.

Nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern vor allem im Freizeitbereich hoch emotionaler Verlust! Ist der Lebenspartner Pferd doch oft genau dieses und bleibt meist ein viertel des eigenen Lebens an der Seite des Menschen. Oder eben nicht – wenn ein Virus namens Equiner Herpes Virus, auch EHV-1 genannt, Einzug gehalten hat.

Mutierte Herpesvieren

Längst wird in Fachkreisen diskutiert, ob sogenannte „Biotypen“ die in letzter Zeit aktiven Erkrankungen in Deutschland auslösen. Der Ausbruch der Seuche auf einem Turnier in Valencia gilt als Stunde Null, aber längst sind andere Turniere Spreader gewesen und das Virus nach Deutschland gelangt. Ist es die gefürchtete D-Variante? Diese Variante ist nicht neu und erheblich robuster als ihr Vorgänger. Die im süddeutschen Raum im vergangenen Jahr nachgewiesenen Herpes-Fälle der Variante N verliefen nicht tödlich. Noch ist nicht klar, ob es eine neue Variante war, die in Valencia zur Erkrankung von ca 80 Pferden führte, aber die Gefahr bedrängt viele Pferdebesitzer in Deutschland.

Wie kann man sein Pferd schützen?

Risikogruppen für die Erkrankung am Equinen Herpes Virus scheinen Warmblüter und Vollblüter zu sein, so besagen Studien. Das betrifft den Großteil der in Deutschland gehaltenen Pferde. Trächtige Stuten übertragen das Virus auf ihre Fohlen, die daraufhin meist wenige Tage nach Geburt sterben. Um so wichtiger ist es, aufmerksam und achtsam jegliche erhöhte Temperatur zu erkennen und rechtzeitig zu handeln. Schnellt die Temperatur erst einmal über 40 Grad, hat das Virus bereits das Rückenmark befallen und dem Verlauf ist kaum noch Einhalt zu gebieten.

Zur täglichen Routine sollte daher die Temperaturmessung gehören, die mit speziellen Thermometern sehr einfach und genau ist.

Ebensowichtig ist ein starkes Immunsystem, das unter Umständen in der Lage ist, einen Angriff abzuwehren.

Starke Immunabwehr durch wenig Stress und gutes Futter

Stress, egal, wie er entsteht, führt immer zu einer Veränderung der Immunabwehr. Pferde sind Angst- und Fluchttiere. Ein gleichmässiger, ruhiger und gesicherter Tagesablauf ist für Pferde enorm wichtig. In der Natur sorgt der Leithengst und die Leitstute für Sicherheit und Entspannung. Die Stärksten der Herde sind auch die stärksten Stressresistenden. In unserer heimischen Pferdehaltung muss der Pferdehalter diese Funktion übernehmen. Natürlich gehören häufiges Verladen, Teilnahme an Turnieren und Ortswechsel zu den größten Stressfaktoren in einem Pferdeleben. Aber auch im Freizeitstall entsteht schnell Stress für die empfindlichen Pferdenerven. Da reicht schon ein Futterwechsel oder eine Charge schlechtes Heu, um die Immunabwehr zu attackieren.

Aber wie kann ich mein Pferd aktiv vorbereiten?

Es gibt Abhilfe in Form von Impfungen (hierzu berät der Tierarzt), aber auch z.B. durch immunstärkende Kräuter. Hierzu empfehle ich meinen Klienten derzeit eine Frühjahrskur mit Gladiatorplus, um das Milieu im Pferd zu optimieren, und die Gabe von Zistrose, einer wundervollen Kräuterpflanze, die schon in der Antike zur Behandlung von Viruserkrankungen eingesetzt wurde und bis heute in Griechenland ein probates Mittel in der Humanmedizin gegen Erkältungen ist. Wir setzen hier auf die erlesenen Kräuter Siziliens, dessen warme und nährstoffreiche Böden dieses Kraut dort blühen und gedeihen lässt. Durch sanfte und schonende Ernte bleiben die Wirkstoffe der sizilianischen Zistrose auch im Trocknungsprozess erhalten und ermöglichen eine hohe Effizienz auch bei geringen Gaben. Es lohnt sich, seinem Pferd eine Kur zu gönnen.

Bitte achten Sie auch immer auf gutes Heu und reichlich Auslauf, auch das ist wichtig für’s Immunsystem.

Bitte bleiben Sie und Ihr Pferd gesund!

Ihre

Claudia Damrich

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Kommentar verfassen