Nun ist er im schon längst im Gange oder auch schon erledigt – der Anweidezeitraum. Vorbei die Tage des „Handpferdes“, das nur ein paar Gräschen zupfen darf, damit nicht gleich eine Überreaktion auf den hohen Eiweißgehalt des Grases erfolgt. Endlich die Pferde ab auf die Weide lassen und sich an ihrer Freude erfreuen.

Erfreuen? Wirklich? Ja, so war das noch in meinen Kindertagen, als im Frühjahr die Ponies im hohen, bunten, Wiesengras standen, voller Kräuter und Blumen, mit Pusteblumen in der Mähne, schnaubend, lachend, springend vor Freude. Aber es ist nicht mehr wie früher. Wie so vieles nicht, aber was das Gras auf den Wiesen angeht, so finden wir fast nur noch Weidelgras, extrem eiweiß- und zuckerhaltig. Und wenn dann auch noch kalte Nächte und warme Tage in Kombination auftreten, ballen sich die Eiweißmoleküle in genau den Spitzen, die die Pferde am liebsten abkauen. Hier sind es die Fructaneanteile, eine spezielle Zuckerform, die bei Frost im Gras aus Stärke gebildet werden, um sich vor eben jenem Frost zu schützen.

Gras ist gerade jetzt ein gefährliches Futter für Pferde

Von Louisa Howard – Dartmouth Electron Microscope Facility – http://remf.dartmouth.edu/images/RootNodulesTEM/source/rootnodule_80937_33kx.html, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52352

Schnell kommt es zu Milieuveränderungen im Darm mit Folgen wie Kottwasser, Koliken, bis hin zur gefürchteten Hufrehe. Ablagerungen in Muskulatur führen zu Übersäuerungen und Muskelerkrankungen. Durch den hohen Fructoseanteil im Futter werden „gute“ Bakterien im Darm verdrängt und das Milieu kippt.

Gefährlich sind aber auch kleine Pilze, die insbesondere Grasschwingel befallen. Diese endophytischen Pilze führen bei Weidegängern, und nicht nur Pferden, zu einer Vielzahl von Erkrankungen, die in ihrem Urprung oft diesen kleinen Pilzen nicht zugeordnet werden. Insbesondere der Schlauchpilz Neotyphodium coenophialum treten mit den Gräsern in Symbiose, da sie durch den Befall das Gras vor Fressfeinden wie Insekten schützen. Pferde sind auch Fressfeinde von Gräsern! Mögliche Anwendungen für endophytische Pilze, die erforscht werden, sind die Nutzung zur Erzeugung einer erhöhten Toleranz in Nutzpflanzen gegen Insektenfraß und Trockenheit, möglichst bei erhaltener Eignung der Pflanze als Tierfutter.

Bei Pferden kann es durch diese Gifte zur Ödemen an Beinen, zu Hufrehe oder auch zur atypischen Weidemypathie kommen.

Jetzt dem Pferd beim Weidegang helfen

Wie kann man nun seinem Pferd einen sorgenfreien und angenehmen Weidegang ermöglichen, ohne mit unangenehmen Folgen rechnen zu müssen?

Es ist relativ leicht, neben der üblichen Anweidezeit, in der die Pferde nur satt auf die Weide gelassen werden, kurze Phasen des Weidegangs die erhöhe Aufnahme der Fructane stoppen, und ausreichend Heu beigefüttert wird, durch zusätzliche Kräuter und Kuren das Darmmilieu zu unterstützen und Gifte und Pilze bereits im Darm zu binden, bevor sie größeren Schaden anrichten können.

Frei nach dem Motto – Fragen Sie Ihren Therapeuten – empfehle ich meinen Freunden genau JETZT:

Genießen Sie mit Ihrem Pferd das wunderschöne Frühjahr!

Ihre

Claudia Damrich

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